Die Schalungsarbeiten für den zweiten Teil des Tragwerksabschnittes (zwischen Pfeiler und Widerlager Schönwies) wurden Ende März 2026 fertiggestellt.
Im Anschluss daran, wurden am 02.04.26 die Bewehrungsarbeiten für diesen Teil des Abschnittes aufgenommen. Innerhalb von acht Tagen wurden hierbei 63 Tonnen Bewehrung verlegt.
Am 14.04.26 erfolgte schließlich die Betonage des zweiten Abschnitts des Brückentragwerks mit einem Volumen von 300 m3 Beton.
Die Ausschalarbeiten für die beiden ersten Tragwerksabschnitte begannen nach dem Erreichen des geforderten Druckfestigkeitswertes des Betons - der erste Abschnitt (Seite Mils) wurde Ende März 2026 ausgeschalt, der zweite Abschnitt (Seite Schönwies) Ende April 2026.
Nach den Ausschalarbeiten und dem Ausbau der Stahlträger erfolgte der Rückbau der Inselschüttungen und die ursprüngliche Innsohle wurde wiederhergestellt. Mit dem Abschluss der Arbeiten am 05.05.26 weist der Inn wieder seinen natürlichen Abflussquerschnitt auf.
Parallel dazu erfolgten die Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der bewehrten Erde hinter dem Widerlager auf der Seite Mils.
Das Prinzip der bewehrten Erde beruht auf einer Verbundwirkung zwischen Boden und Bewehrungselementen. Durch Reibung und Verzahnung des Bodens mit den Bewehrungselementen entsteht ein stabiler Erdkörper mit hoher Tragfähigkeit, welcher den Erddruck sowie auftretende Verkehrslasten sicher in den Untergrund ableitet.
Das hierfür eingesetzte Schüttmaterial wurde direkt auf der Baustelle aufbereitet. Die Materialaufbereitung begann am 03.04.2026. Das anfallende Abbruchmaterial der alten Innbrücke wurde mittels Brecher zu einem definierten Korngemisch zerkleinert. Die Wiederverwertung des Materials ermöglichte eine ressourcenschonende Nutzung der vorhandenen Baustoffe.
Die Konstruktion erfolgte schichtweise. Dabei wurden zwischen den verdichteten Bodenschichten die Bewehrungsmatten horizontal eingelegt und rückseitig verankert. Im Anschluss daran wurde im Zeitraum vom 23.04.26 bis zum 27.04.26 die Schleppplatte errichtet.
Die Schleppplatte stellt einen gleichmäßigen Übergang zwischen Brücke und anschließender Straße her, indem sie Setzungsunterschiede ausgleicht. Sie überträgt die Verkehrslasten teilweise auf das Widerlager und in den Untergrund und verhindert so Absätze in der Fahrbahn.
Für die Seite Schönwies erfolgten die in diesem Abschnitt erläuterten Arbeiten im Zeitraum von 28.04.26 bis zum 13.05.26.
Des Weiteren konnte ab dem 29.04.26 mit der Aufhängung des Arbeitsgerüsts für den Randbalken begonnen werden.
Mitte Mai wurde mit den Arbeiten am letzten Tragwerksabschnitt zwischen den beiden Brückenpfeilern begonnen. Im Unterschied zu den zuvor hergestellten Abschnitten ist die Schalung hier nicht auf Längsträgern aufgebaut, sondern daran abgehängt.
Am 12.05.2026 wurden zunächst Betonsockel betoniert, die als Auflager für senkrechte Stützen mit einer Höhe von 0,60 m dienen. Die Auflager befinden sich jeweils an den Randbereichen der beiden bereits fertiggestellten Tragwerksabschnitten. Auf den insgesamt sechs Stützen wurden am 18.05.2026 beidseitig Querträger aus Stahl verlegt.
In weiterer Folge erfolgte der Einbau von insgesamt neun Längsträgern aus Stahl, welche auf den Querträgern aufliegen und den Mittelbereich überspannen. Der Einbau der Längsträger wurde mittels zweier Kran-LKW durchgeführt, wobei sich jeweils ein Kran-LKW auf den bereits hergestellten Tragwerksabschnitten befand. Der Hubvorgang erfolgte im Tandemhub, um die Träger kontrolliert in ihre Endlage einzubringen. Nach Verankerung der Quer- sowie der Längsträger und Einbau der Kippaussteifungen war das Lehrgerüst am 20.05.26 vollständig aufgebaut.
Im Anschluss erfolgte die Montage der Gerüste zur Herstellung der abgehängten Schalung. Insgesamt kamen vier Gerüste zum Einsatz, welche zwischen den Längsträgern angeordnet und an diesen abgehängt wurden.
Die Gerüste sind über an den Flanschen der Längsträger befestigte Rollen verschiebbar gelagert, wodurch eine horizontale Verschiebbarkeit gewährleistet ist. Durch das schrittweise Verschieben der Gerüste gelang es, den gesamten dritten Tragwerksabschnitt abschnittsweise zu bearbeiten und die Schalung daran vollständig über die gesamte Länge abzuhängen.
Für die Herstellung des letzten Tragwerkabschnittes war eine Umsetzung des Baukrans erforderlich. Der bislang auf der Seite Schönwies positionierte Kran wurde am 22.05.2026 demontiert und auf dem zweiten Tragwerksabschnitt neu aufgestellt.
Im Anschluss konnten mit Hilfe des Krans die Schaltische mittels Umsetzgabel unter die Längsträger eingebracht werden. Über die montierten fahrbaren Gerüste wurden die einzelnen Schalungselemente miteinander verbunden und ausgerichtet. Die Schaltische wurden anschließend über Ankerstäbe an Verbindungsschienen abgehängt, die auf den Längsträgern aufliegen.
Insgesamt wurden über 250 Ankerstäbe verbaut, um eine sichere Lastabtragung, insbesondere für die nachfolgende Betonage, zu gewährleisten. Am 03.06.2026 war die Schalung vollständig abgehängt, sodass die fahrbaren Arbeitsgerüste im Anschluss demontiert werden konnten.
Anschließend wurde wie auch in den beiden ersten Tragwerksabschnitten mit dem Aufbau der Schalung begonnen.
Im Zeitraum vom 22.06.26 bis 29.06.26 wurden insgesamt 24 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.
Am 02.07.26 wurden 180 m3 Beton für den dritten Tragwerksabschnitt betoniert.
weitere Bilder zu Innbrücke Mils – Statusbericht der ausführenden Baufirma PORR, 2. Juli 2026