Innbrücke Mils – Bericht zum Baufortschritt / Ende Jänner 2026

Thomas Thurner

Statusbericht der ausführenden Baufirma PORR
31. Jänner 2026

Die Bauarbeiten für den Neubau der Innbrücke Mils
wurden im Oktober 2025 aufgenommen.
Nach dem Einrichten der Baustelle wurde intensiv an den Vorbereitungsarbeiten zum Bau der Behelfsbrücke gearbeitet (Roden von Teilflächen, Herstellen der Inselschüttung sowie Zufahrtsstraße und das Einbringen von Spundwänden ebenso wie das Bewehren und Betonieren der Fundamente), sodass ab dem 03.11.25 mit dem Zusammenbau der Behelfsbrücke begonnen werden konnte.
Das Tragwerk der Behelfsbrücke ist eine Stahlfachwerkkonstruktion.
Diese wurde abschnittsweise auf Land zusammengebaut (Abschnitte ca. 7,50 m) und kontinuierlich auf Rollkästen in die Brückenachse eingeschoben. Der Überbau wurde mit Hilfe eines Vorbauschnabels bewerkstelligt. Der Vorbauschnabel dient als temporäre Konstruktion, um die auftretenden Eigenlasten und Biegemomente wirksam zu reduzieren. Am 13.11.2025 erreichte die Brücke das ostseitige Widerlager. Mit Hilfe eines 160-to-Telekrans wurde die Behelfsbrücke auf das ostseitige Widerlager gehoben. Anschließend konnte der Vorbauschnabel ostseitig wieder demontiert werden, während westseitig der restliche Teil des Behelfsbrückentragwerks angebaut und eingeschoben wurde.
Zeitgleich erfolgten die ersten Abbrucharbeiten an der bestehenden Innbrücke. Hierbei wurde unter anderem das Brückengeländer sowie der Randbalken abgetragen. Des Weiteren wurde die Notwasserleitung der Gemeinden Mils/Schönwies schonend abgetragen und an der Hilfsbrücke befestigt. Zugleich wurde für den Brückenabbruch die Inselschüttung auf dem Gemeindegebiet Schönwies bis ca. 4,0 m über den Brückenpfeiler hergestellt.

Nach Abschluss der Asphaltierungsarbeiten für die Hilfsstraße und den Radweg wurde der Verkehr ab dem 01.12.25 über die Behelfsbrücke geleitet. Im Anschluss daran wurde mit den Abbrucharbeiten des Brückentragwerks begonnen.

Zum Abbruch der 2-feldrigen Plattenbalkenbrücke in Stahlbetonbauweise
kamen zwei Hydraulikbagger (28 to + 40 to) zum Einsatz. Zunächst wurden sämtliche Verkehrssysteme sowie der Fahrbahnbelag abgetragen. Anschließend wurde mit dem Abbruch des Brückenmittelfelds begonnen. Hierzu wurden zunächst die Querträger abgetrennt - somit wurde das ursprüngliche Brückensystem entkoppelt. Die Längsträger konnten im Anschluss daran kontrolliert auf die Inselschüttung abgebrochen werden.
Nachfolgend wurde das Brückenfeld auf der Seite Schönwies gemäß der zuvor beschriebenen Vorgehensweise abgetragen. Anschließend erfolgte der Umbau der Inselschüttung auf die gegenüberliegende Seite. In einem weiteren Schritt gelang es dann – analog zum zuvor beschriebenen Vorgehen – den verbleibenden Teil der Brücke auf der Seite Mils abzutragen.
Bis zur Winterpause (18.12.25) wurden beidseitig die bestehenden Widerlager zurückgebaut sowie die Brückenpfeiler bis zum Fundament abgetragen – hierzu war es erforderlich, die Inselschüttung wiederholt umzubauen. Weiters wurden im Bereich der neuen Widerlager Spundwände eingebracht.
Nach der Winterpause wurden die Bauarbeiten am 08.01.2026 planmäßig wieder aufgenommen. Im weiteren Verlauf der Arbeiten erfolgten zunächst die vorbereitenden Maßnahmen im Bereich der beiden Widerlager. Hierbei wurden unter anderem die bestehenden Fundamente freigelegt, bevor mit den anschließenden Betonarbeiten begonnen wurde. Das Fundament ostseitig wurde am 16.01.26 betoniert, jenes auf der Gemeindeseite Schönwies am 21.01.26.

Für die beiden Fundamente wurden jeweils ca. 6 to Betonstahl sowie ca. 40 m3 Beton verbaut.

Seit dem 19.01.26 finden die Schal- und Bewehrungsarbeiten am aufgehenden Widerlager Seite Mils statt.
Parallel dazu erfolgen vorbereitende Maßnahmen zum Neubau des Brückenpfeilers – nach dem Herstellen des Aushubs wurden zur Wasserhaltung Pumpen in Betrieb genommen. Das bestehende Fundament des Pfeilers, welches zwischen Spundwänden gegründet wurde, ist ebenso wie die Spundwände selbst teilweise abgetragen worden. Zur Gewährleistung der kraftschlüssigen Verbindung zwischen der bestehenden Spundwand und dem Neubeton wurden Anschlusseisen an die Spundwände geschweißt – am 28.01.26 konnte das Fundament für den neuen Brückenpfeiler betoniert werden. Seit dem 29.01.26 wird die Schalung des aufgehenden Brückenpfeilers aufgestellt, ebenso wurde die Stahlpanzerung, welche als Kolkschutz für den Brückenpfeiler dient, angebracht.

weitere Bilder zum Baufortschritt der Innbrücke Mils