Statusbericht der ausführenden Baufirma PORR
25. März 2026
Seit dem 29.01.2026 wurde an der Fertigstellung der Schalung für das aufgehende Widerlager und des Brückenpfeilers auf der Seite Mils gearbeitet. Besonderes Augenmerk lag auf der Herstellung der Schalung der aufgehenden Widerlager, da die Flächen unterschiedlich geneigt, und zueinander verschieden ausgerichtet sind. Zur Sicherstellung der geforderten Sichtbetonqualität wurden sowohl die Schalungen der Widerlager als auch jene der Pfeiler mit Nut- und Federbrettern ausgeführt.
Parallel dazu begannen bereits die Aushubarbeiten im Bereich des Pfeilers auf der Seite Schönwies.
Zeitgleich erfolgte zwischen dem Widerlager auf der Seite Mils und dem zugehörigen Pfeiler die Vorbereitung der Fläche, welche als Aufstandsbereich für das Traggerüst dient.
Am 05.02.2026 wurde der Pfeiler auf der Seite Mils betoniert. Dabei wurden rund 6,40 Tonnen Bewehrung sowie 59,0 m³ Beton eingebaut. Bereits am darauffolgenden Tag erfolgte die Betonage des aufgehenden Widerlagers auf der Seite Mils mit etwa 10,30 Tonnen Bewehrung und 80,0 m³ Beton.
Am 09.02.2026 begann der Zusammenbau des Traggerüsts zwischen dem Widerlager und dem Brückenpfeiler auf der Seite Mils. Dieses besteht aus unterschiedlich dimensionierten Stahlträgern mit Längen von bis 20,0 Metern. Bis zum 13.02.2026 war der erste Teil des Traggerüsts vollständig montiert. Zur Vermeidung von Biegedrillknicken wurden die einzelnen Längsträger gegeneinander ausgesteift.
Ebenfalls am selben Tag starteten die Schalungsarbeiten für das aufgehende Widerlager auf der Seite Schönwies; die Bewehrungsarbeiten hierfür begannen am 19.02.2026.
Ab dem 18.02.2026 wurde mit den Schalungsarbeiten für den ersten Teil des Tragwerks begonnen. Hierbei wurden zunächst Überhöhungshölzer auf den Längsträgern verbaut. Mit diesen werden Verformungen ausgeglichen, welche durch das Eigengewicht des Betons und der Schalung entstehen. Die Schalung wird also überhöht eingebaut, damit der Beton im Endzustand die geplante Sollhöhe erreicht.
Im Zuge der Schalungsarbeiten wurde zudem eine Voute (Querschnittsvergrößerung) zwischen Pfeiler und Überbau ausgebildet. Diese Querschnittsvergrößerung verbessert sowohl die Lastverteilung als auch die Tragfähigkeit und reduziert Spannungsspitzen.
Parallel dazu erfolgten auf der Seite Schönwies die Arbeiten zum Neubau des Pfeilers: bestehende Fundamente und Spundwände wurden teilweise rückgebaut, die Anschlussbewehrung zur kraftschlüssigen Übertragung angeschweißt und anschließend das Fundament neu errichtet.
Ab dem 23.02.2026 wurden im Bereich des ersten Tragwerksabschnitts Querträger auf den zuvor eingebauten Überhöhungshölzern montiert. Darauf aufbauend wurde die Tragwerksschalung hergestellt. Zur präzisen Ausbildung der auskragenden Fahrbahnplattenbereiche kamen spezielle Schalungselemente (Formhölzer) sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterwasserseite zum Einsatz.
Am 04.03.2026 konnte der Pfeiler auf der Seite Schönwies fertiggestellt werden. Dabei wurden etwa 6,50 Tonnen Bewehrung sowie 56,0m³ Beton verbaut. Zwei Tage später erfolgte die Betonage des aufgehenden Widerlagers auf der Seite Schönwies (ca. 11,80 Tonnen Bewehrung sowie 102,0 m³ Beton).
Am 09.03.2026 begann die Herstellung des Traggerüsts zwischen dem Widerlager und dem Pfeiler auf der Seite Schönwies, welche am 13.03.2026 abgeschlossen wurde. Anschließend wurde mit den Schalungsarbeiten begonnen - u.a. mit der Herstellung der Überhöhungshölzer, der Einbau der Querträger sowie die Fertigung der Tragwerksschalung.
Für den ersten Tragwerksabschnitt auf der Seite Mils wurde ab dem 10.03.2026 mit dem Einbau der Tragwerksbewehrung begonnen. Innerhalb von acht Tagen wurden dabei ca. 63,0 Tonnen Bewehrung verlegt. Ebenso wurden Abdichtungsentwässerungen im Abstand von etwa 8,0 Metern vorgesehen.
Am 23.03.2026 erfolgte schließlich die Betonage des ersten Abschnitts des Brückentragwerks mit einem Volumen von ca. 300,0 m³ Beton. Mithilfe eines Abziehbalkens kann der Beton über die gesamte Brückenbreite von ca. 13,0 Metern gleichmäßig eingebracht und exakt auf die vorgesehene Höhe der Schalungsoberkante abgezogen werden.
weitere Bilder zum Baufortschritt der Innbrücke Mils